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Zwei Gates: Ziel und Freigabe

Das Problem

Am Ziel-Gate misst der Laptimer nur den Pegel. Er kann nicht unterscheiden, ob die Drohne durchs Gate flog, knapp darüber oder daneben. In einer Testsession flog ein Pilot oft 1–2 m über dem Gate; diese Überflüge waren am Pegel kaum von echten Durchflügen zu unterscheiden. Und wer nach dem Ziel umdreht und noch einmal durchfliegt, hätte eine sehr kurze Runde.

Die Lösung: ein zweites Gate vor dem Ziel

Ein weiteres Board steht ein Stück vor dem Ziel-Gate auf der Strecke. Es ist das Freigabe-Gate (englisch oft „arming gate“). Die Regel:

Ein Durchflug am Ziel zählt nur, wenn der Pilot seit seinem letzten gezählten Durchflug am Freigabe-Gate vorbeikam.

Der erste Durchflug nach dem Start zählt immer.

sequenceDiagram
    participant Z as Ziel-Gate
    participant F as Freigabe-Gate
    Note over Z: Durchflug → zählt (Start)
    Z-->>Z: Überflug kurz danach
    Note over Z: keine Freigabe → abgelehnt
    F->>F: Pilot kommt vorbei → freigegeben
    Note over Z: Durchflug → zählt (Runde 1)

Abgelehnte Durchflüge gehen nicht verloren: Sie werden als gelöscht gespeichert und lassen sich im Editor mit einem Tipp wiederherstellen, falls das Freigabe-Board den Piloten einmal nicht gesehen hat.

Wo das Freigabe-Gate hinkommt

Am einfachsten vor dem Ziel, mit gutem Abstand: Die Piloten fliegen erst durchs Freigabe-Gate, dann durchs Ziel. Weiter weg, etwa auf halber Runde, wäre zwar auch möglich, aber alle Boards hängen per USB am selben Rechner, und so lange Kabel sind unpraktisch (USB 2.0 ist ohne aktive Verlängerung für höchstens 5 m gedacht).

Der Abstand ist wichtig: Das Freigabe-Board darf einen Durchflug am Ziel nicht selbst als Vorbeiflug erkennen, sonst gibt jeder Durchflug am Ziel gleich wieder frei, und die Regel greift nicht. Ob der Abstand reicht, zeigt Boards → Debug: Bei einem Durchflug am Ziel sollte die Serie des Freigabe-Boards keinen eigenen Durchflug melden. Hilft mehr Abstand nicht, kann man für das Freigabe-Gate den Mindestausschlag erhöhen oder feste Schwellen setzen.

Einrichten

Unter Boards → Einrichtung bekommt jedes Board eine Rolle: Ziel, Freigabe oder Aus. Mehrere Boards an einem Gate werden zusammengefasst (der höhere Pegel zählt). Neben jedem Board steht sein Live-Pegel; wer die Drohne an ein Board hält, sieht sofort, welches es ist. Namen für die Boards werden auf dem Board selbst gespeichert und überstehen Umstecken und Flashen.

Boards einrichten

Beide Gates haben ihre eigene Erkennung: automatisch gelernte Schwellen oder feste Werte, pro Kanal einstellbar. Fällt das Freigabe-Board aus, gilt die Regel nicht, und das Ziel zählt wie ohne Freigabe-Gate.

Gut zu wissen

  • Das Freigabe-Gate macht keine Runden; es gibt nur frei.
  • In der Rennleitung zeigt das Schwellen-Panel eines Slots (Karte antippen) wahlweise den Pegel am Ziel- oder am Freigabe-Gate, jeweils mit seinen Schwellen.
  • Die Pegel-Datei der Session enthält alle Boards mit ihren Rollen; der Editor kann das Freigabe-Gate deshalb auch nachträglich einblenden.
  • Die Freigabe-Regel ist bisher nur mit Aufnahmen getestet, noch nicht auf einer echten Strecke. Welcher Abstand zum Ziel reicht, ist noch nicht gemessen.